Overview

Inmitten einer trostlosen Einöde hofft und träumt ein Bauernjunge, dass er eines Tages vielleicht einen echten, lebenden Vogel sieht. Inmitten der Trümmer des Klimawandels und auf den Fersen des Massensterbens steht das kleine AYEO für die Zukunft der Menschheit, wenn der Klimawandel nicht bekämpft wird. Im Jargon des Internets bedeutet AIO „All In One“. Etwas anders geschrieben steht das kleine AYEO für die Realität unserer Verbundenheit und für unser Bedürfnis, uns wie ein Volk zu verhalten.

  • Runtime: 3 minutes
  • Project Title: ...I am Water
  • Category: Fiction Short Films
  • Project type: Animation, Short, Student, Other
  • Genres: Keine Angabe
  • Completion Date: February 26, 2020
  • Country of Origin: United States
  • Country of Filming: United States
  • Language: English
  • Aspect Ratio: 16 : 9
  • Film Color: Color
Jacob Updyke

Director Biography - Jacob Updyke

Jacob Updyke war ein Zehntklässler an der Millburn High School, NJ, als er beschloss, sich selbst Animation beizubringen, um das Bewusstsein für ein Thema zu schärfen, das seiner Meinung nach nicht genug Aufmerksamkeit erhielt: den Klimawandel. Jacob verbrachte sieben Monate damit, sich selbst durch Versuch und Irrtum beizubringen, wie man animiert. Sein erster Film „Man erntet, was man sät“ war eine offizielle Auswahl bei über 20 Filmfestivals und gewann 10 prestigeträchtige Preise.

Im April 2019 stellte Jacob seinen zweiten Film „One Man’s Trash“ fertig. Sein neuer, stets sozial bewusster Film AYEO wurde im Februar 2020 veröffentlicht.

Director Statement

Fragen und Antworten mit Jacob Updyke
Q. Wie hat das alles angefangen?
A. Ich war schon immer von animierten Geschichten begeistert, und da die Branche inzwischen viel realistischere und relevantere Themen darstellt, wollte ich dies mit meiner eigenen Arbeit nachahmen. Außerdem hatte (und habe immer noch) das Gefühl, dass viele Menschen sich des aktuellen Zustands der Umwelt und des Klimas auf unserem Planeten nicht bewusst sind. Die Menschen hören die Begriffe „globale Erwärmung“ und sind fast desensibilisiert. Sie begreifen den Ernst der Lage nicht wirklich.
Q. Lassen Sie uns über „Man erntet, was man sät“ sprechen. Warum haben Sie sich dafür entschieden, YRWYS schwarz auf weiß zu machen? Welche Bedeutung hat die blaue Gesichtsmaske am Ende von YRWYS?
A. Schwarz und Weiß erzeugt eine Stimmung der Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit, und ich wollte, dass die Zuschauer sich so fühlen. Die Gesichtsmaske am Ende ist nur eine Erinnerung daran, dass wir unsere Fähigkeit zu atmen verlieren. Ich finde das erschreckend.
Q. Wie sieht Ihr Prozess für die Animation aus?
A. Vor YRWYS habe ich noch nie eine vollständige Animation gemacht. Ich habe mit freier Software namens Krita angefangen. Nachdem ich etwa einen Monat lang damit gearbeitet hatte, merkte ich, dass es viele bessere Werkzeuge gibt. Dann wechselte ich zu Adobe. Ich hatte auch das Glück, nach der Hälfte der Animation ein Wacom Mobile Studio Pro 16-Tablett zu erhalten. Das hat mir sehr geholfen. Ich brauchte sieben Monate, um 2 Minuten zu animieren, weil ich durch Ausprobieren lernen musste. Sie können meine Entwicklung als Animator im Verlauf der Geschichte verfolgen. Letztendlich habe ich 1600 Einzelbilder von Hand gemacht und sieben Monate an diesem ersten Film gearbeitet.
Q. Was kann Ihrer Meinung nach jeder Einzelne tun, um die Zukunft unseres Planeten zu beeinflussen?
A. Drängen Sie auf Veränderungen im großen Maßstab. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Einzelne, um der Umwelt zu helfen, seinen persönlichen Einfluss verringern muss – und obwohl dies hilfreich ist, besteht die Realität doch eher darin, dass die tatsächlichen Bedrohungen für unsere Umwelt eher von Unternehmen und Industrien ausgehen, die riesige Mengen an fossilen Brennstoffen produzieren.
Q. Erzählen Sie mir vom One Man’s Trash. Wie ist dieser Film entstanden?
Er war das Ergebnis einer Zusammenarbeit, die ich mit dem Millburn Environmental Committee machte, das sich aus Township-Bewohnern, Eltern und Studenten hier in der Stadt zusammensetzt. Sie wollten für den Earth Day etwas Besonderes machen. Sie wollten einen PSA für die Bemühungen der Stadt um den Earth Day erstellen, und sie hörten von YRWYS. Sie traten an mich heran und baten mich, ein Konzept zu entwerfen. Ich hatte gerade einen Dokumentarfilm über das Great Pacific Garbage Patch gesehen, also schien dies ein gutes Thema zu sein.
Q. Was ist mit AYEO? Was ist die Bedeutung seiner Geschichte?
A. AYEO ist, wie YRWYS, eine Geschichte, die einen Blick auf eine wahrscheinliche Zukunft wirft, wenn wir unsere Umwelt weiterhin missbrauchen. Im Fall von AYEO ist er einer der letzten Überlebenden der Menschheit – kaum noch zu halten in einer Welt mit schmutzigem Wasser, dem Verlust von Tieren und Menschen. Er träumt davon, eines Tages etwas zu sehen, das wir für selbstverständlich halten: einen Vogel. Wenn sein Traum wahr wird, folgt er dem Vogel und zeigt uns seine Landschaft, eine düstere Einöde, die durch Umweltverschmutzung und globale Erwärmung zerstört wurde. Bei meinen Recherchen stieß ich auf viele moderne Gemeinschaften, die in abgelegenen Teilen der Welt vergessen sind, wo Kinder inmitten von Müll leben und keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Es macht mir Angst, dass die Notlage der AYEO nicht so futuristisch ist, wie wir vielleicht denken mögen.
Q. Was hoffen Sie mit Ihren Filmen zu entfachen?
A. Ich hoffe, dass sie das Bewusstsein für das Thema Klimawandel und die Zerstörung von Ökosystemen verbreiten werden. Wir lösen uns immer mehr von diesen Themen, und es ist meine grösste Befürchtung, dass wir sie völlig hinter uns lassen.