Overview

Pixinga ist ein brasilianischer Bauer, der um das Überleben der Bauern in der brasilianischen Region Carajas kämpft, die sehr reich an Eisen und anderen Mineralien ist und auf mehr als der Hälfte ihrer Fläche von dem Bergbau-Riesen Vale besetzt ist. Egbert arbeitet hart in der deutschen Stadt Duisburg, im Herzen des Ruhrgebiets, an der Umwandlung eines riesigen Stahlwerks, das nach seiner Schließung zurückgewonnen wurde, in einen Naturpark, in dem man heute zwischen den heute inaktiven Hochöfen Rad fahren und neben den alten Förderbändern im Fluss schwimmen kann. Grazia, eine Kinderärztin aus Tarent, hat eine Biene in der Haube: die Schließung des Stahlwerks ihrer Stadt, damit sie ihren kleinen Patienten nicht mehr erklären muss, warum die Kinder und ihre Eltern in Tarent vor den anderen sterben.
Durch eine intime Beobachtung des täglichen Lebens der drei Protagonisten an drei symbolischen Orten einer globalen Produktion beschreibt „Spirits I’ve called“ die Auswirkungen der Bergbau- und Stahlindustrie auf das fragile natürliche Gleichgewicht und auf die Gesundheit der Menschen, die in der Nähe der Produktionsstätten leben. Darüber hinaus zeigt der Dokumentarfilm den persönlichen Einsatz jedes der drei Protagonisten gegen die blinde Ausbeutung menschlicher und natürlicher Ressourcen, die einem endlosen Überkonsum gewidmet ist.
Zwischen den Kämpfen der Arbeiter um die Ländereien und dem Leben, das durch das Frühstück aus gerade gemolkener Milch und die Bananenernte bestimmt wird, nimmt Pixinga den Zuschauer mit auf eine ebenso faszinierende wie tragische Reise im Herzen des geschändeten Amazonas-Regenwaldes bis zur riesigen Mine Serra Norte, der größten Freilandmine der Welt. In ständiger Bewegung durch die Straßen des Viertels Tamburi, des Viertels in der Nähe des Stahlwerks von Tarent, in dem viele ihrer kleinen Patienten leben, verkörpert Grazia den zwanzigjährigen Kampf von Vereinen und Bürgerkomitees gegen die Umweltverschmutzung, die durch die Dioxinemissionen des Schornsteins und durch die ständige Belastung durch Eisenpulver verursacht wird, die die Straßen und Gebäude der apulischen Stadt bedecken. Egbert, Hüter des Wiederaufbaus einer der am stärksten verschmutzten europäischen Regionen der Geschichte, schlägt dem Zuschauer vor, wie er individuell, einfach, aber wirksam und konsequent handeln kann, um dem Ruf eines nicht mehr nachhaltigen Konsummodells zu widerstehen, das die natürlichen Kreisläufe und die Grundrechte der Menschen und ihrer Gemeinschaft missachtet.

  • Runtime: 60 minutes
  • Project Title: Spirits I've called
  • Category: Documentary Feature Films
  • Project type: Documentary
  • Genres: Keine Angabe
  • Completion Date: November 23, 2019
  • Country of Origin: Germany
  • Country of Filming: Brazil, Germany, Italy
  • Language: German, Italian, Portuguese
  • Aspect Ratio: 16 : 9
  • Film Color: Color
Chiara Sambuchi

Director Biography - Chiara Sambuchi

Chiara Sambuchi wurde in Pesaro, Italien, geboren. Sie studierte Philosophie und klassische Gitarre in Italien, Filmstudien in Deutschland und Berkeley. Sie arbeitete als Produzentin für das Korrespondentenbüro der RAI in Berlin, für die Produktionsfirma cine plus und war 2001 Mitbegründerin der Produktionsfirma LAVAFILM. Sie führte Regie bei Dokumentarfilmen und Reportagen für verschiedene europäische Fernsehsender wie ARD, ARTE, ZDF, YLE, RAI und History Channel. Ihre abendfüllenden Dokumentarfilme „Falscher Planet“, „Guten Morgen Afrika“, „Stadt der Frauen, heute“ und „Verlorene Kinder“ wurden und werden noch immer auf großen Filmfestivals in der ganzen Welt gezeigt. Sie führte Regie bei Dokumentarfilmen in Post-Konflikt-Regionen Ugandas, in ländlichen Gebieten Ruandas, in Flüchtlingslagern an den europäischen Grenzen während der humanitären Notlage der Flüchtlinge in den Jahren 2014 und 2015. Sie war die erste Journalistin, die einen Dokumentarfilm über die Flüchtlings-Rettungsmission „Mare Nostrum“ auf einem Schiff der italienischen Marine drehte. Ihre „Verlorenen Kinder. Dreißigtausend vermisste Minderjährige“ wurde beim Prix Europa 2017 für die beste europäische interkulturelle Fernsehsendung des Jahres nominiert und erhielt die ehrenvolle Erwähnung beim Prix Media der französischen „Enfance Majuscule“.

Chiara Sambuchi trägt auch als Rednerin und Dozentin bei Panels und Seminaren zu den Themen ihrer Arbeit bei, die von Universitäten, europäischen Institutionen und NGOs organisiert werden.

Seit Sommer 2019 arbeitet sie als freiberufliche Filmregisseurin und Autorin und arbeitet mit verschiedenen Produktionsfirmen zusammen.