Overview

In kurzen Episoden Handmade in Bangladesch werden die Geschichten von durchschnittlichen arbeitenden Menschen erzählt, die in einem reichen kulturellen Erbe an Kunsthandwerk und Kreativität leben. Sie erfinden viele Arten des Recyclings, um im Grunde aus dem Nichts ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, wobei sie es aus der Perspektive des wohlhabenden Westens betrachten, in dem Sinne, dass „des einen Müll ist des anderen Schatz“. Auf diese Weise bietet Handmade in Bangladesch eine alternative Sichtweise zu dem oft einseitigen, negativen Medienbild dieses jungen, unabhängigen Landes.

  • Runtime: 1 hour 16 minutes 25 seconds
  • Project Title: Handmade in Bangladesh
  • Category: Documentary Feature Films
  • Project type: Documentary
  • Genres: Keine Angabe
  • Completion Date: December 22, 2019
  • Country of Origin: Germany
  • Country of Filming: Bangladesh
  • Language: Bengali, English
  • Aspect Ratio: 16 : 9
  • Film Color: Color
Florian Wehking

Director Biography - Florian Wehking

Florian Wehking wurde 1982 in Westerstede (Niedersachsen, Deutschland) geboren. Von 2001 bis 2003 studierte er Politikwissenschaft, Philosophie und Deutsche Philologie an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Bis 2009 studierte er Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar, wo er seit 2010 als freischaffender Filmemacher, Fotograf und Grafikdesigner tätig ist. Seit 2015 ist er zudem künstlerischer Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar.

Verschiedene seiner Filmarbeiten wurden auf Filmfestivals ausgezeichnet und von ORF und MDR ausgestrahlt. Er erhielt u.a. ein Stipendium der Thüringer Graduiertenförderung des Freistaats Thüringen und Künstlerstipendien der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

Seine Werke beziehen sich auf das alltägliche Überleben von Menschen am Rande der Gesellschaft. Der politische und gesellschaftliche Kontext ist dabei immer ein wesentlicher Aspekt, der darauf abzielt, Empathie für den anderen zu schaffen – ohne die ein Zusammenleben nicht möglich ist.

Liz Bachhuber

Director Biography - Liz Bachhuber

Liz Bachhuber war Professorin für Bildende Kunst (Freie Kunst) an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Forschungsinteressen und ihre künstlerische Praxis konzentrieren sich auf die Umwelt mit besonderem Augenmerk auf das Fundstück in der Kunst und die globalen Auswirkungen des ungezügelten Konsumverhaltens und des daraus resultierenden Mülls. In der Tradition der Bauhaus-Universität arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft in Zusammenarbeit mit Umweltingenieuren. Ihr langjähriges Interesse an Politik, Recycling und Technologie führte zu den folgenden Forschungsprojekten und Ausstellungen: „Das Müll Projekt“ 1993; „Flottsam und Strandgut“ 2001 und „Entrop(H)y: Müll und Kunst“ 2011 und „Grenzstadt – Kapitel 1 & 2“ 2013 & 2016 in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Abfallwirtschaft/Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft an der Bauhaus-Universität. In den Jahren 2001 – 2011 gründete und leitete sie mit Unterstützung des DAAD das englischsprachige, internationale MFA-Programm „Public Art and New Artistic Strategies“. Außerdem leitete sie die interfakultäre und internationale Zusammenarbeit zwischen Kunst, Umwelttechnik und Urbanismus in der strategischen Universitätspartnerschaft des DAAD mit der University of California San Diego.

Director Biography - Liz Bachhuber

Liz Bachhuber, Sculptor and Installation Artist Liz Bachhuber was a Professor of Fine Art (Freie Kunst) at the Bauhaus-Universität Weimar. Her research interests and artistic practice focuses on the environment with a particular emphasis on the found object in Art and the global implications of unbridled consumerism and the resulting garbage. She has a history, in the tradition of the Bauhaus-Universität, of working at the intersection of Art and Science in collaboration with environmental engineers. Her long-standing interest in politics, recycling and technology led to the following research projects and exhibitions: “Das Müll Projekt” 1993; “Flottsam and Jetsam” 2001 and “Entrop(H)y: Garbage and Art” 2011 and “Border City – Chapter 1 & 2” 2013 & 2016 in collaboration with the Chair for Waste Management/Biotechnology in the Resource Economy at the Bauhaus-Universität. In 2001 – 2011 she founded and headed up the English-language, international MFA-Program Public Art and New Artistic Strategies with the support of the DAAD. She has also spearheaded the interfaculty and international collaboration between Art, Environmental Engineering and Urbanism in the DAAD Strategic University Partnership with the University of California San Diego.

Director Statement

Die Grundidee des Films besteht darin, einen anderen, positiveren Blick auf Bangladesch und seine Menschen zu werfen. Es war uns wichtig, die Dinge, die wir dokumentieren, nicht zu beurteilen oder zu verurteilen. Vieles von dem, was in Bangladesch geschieht, geschieht durch unser Konsumverhalten und den allgemeinen Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Bangladesch ist ein Spiegel der Globalisierung und unserer selbst. Jemand auf der anderen Seite der Welt erledigt die Arbeit für uns, und wir ignorieren die damit verbundenen Kosten und Konsequenzen.

Wir zeigen Gesichter und Namen der Menschen, die für uns billige Produkte herstellen und unseren Wohlstand sichern. Wir zeigen ihre Anstrengungen und die Leidenschaft, mit der sie für eine bessere Zukunft kämpfen, und lassen sie zu Wort kommen. Bangladesch ist viel mehr als das, was wir immer aus Katastrophenberichten lernen. Ein Land mit kulturellem Reichtum, Handwerkskunst und kosmopolitischen Menschen. Ein Land voller Widersprüche.